Urlaub | Reisen mit Kindern

Familienhotels – Laden sie ein zum Sunny Dance im Sonnenschein?

KinderHotels - Von A bis Z auf Familien eingestellt

Wir haben drei Hotels der Gruppen „KinderHotels“ und „familotel“ im Herbst und Winter getestet. Unsere Erfahrung teilen wir in diesem Artikel.

Er geht einem nicht mehr aus dem Kopf, wenn man eines der KinderHotels besucht hat: der Smiley-Song. Und jede der Familienhotel-Ketten hat ihr Maskottchen und ihre Musik. Das prägt sich bei den Kindern ein. Gleichzeitig sorgt es dafür, dass sie sich auch lange Zeit später noch daran erinnern… und immer wieder in wollen.

Das Konzept der Familienhotels

KinderHotels ist aus unserer Sicht die Kette, die in ihrer Anpassung auf junge Familien am weitesten gegangen ist. Denn hier zieht sich das Konzept in positivem Sinne von Anfang bis Ende durch. Aber auch die familotels bieten ähnliche Leistungen.

Hier ein paar Beispiele für die Kinderfreundlichkeit von Kinderhotels, die aber je nach Hotel unterschiedlich sein können:

  • An der Rezeption gibt es eine kleine Treppe für die Kleinen, damit diese auch über den Tresen schauen können.
  • Zur Begrüßung gab es teilweise Stoff-Maskottchen oder die CD mit den Songs der Familienhotel-Kette.
  • Die Zimmer und das ganze Hotel sind babygerecht ausgestattet. Das beginnt bei ordentlichen Babybetten, Rausfallschutz für die Betten der größeren Kinder, Creme und Duschgel für die Kleinen, einem Windelwechselraum beim Restaurant und immer wieder Spielecken.
  • Essen gibt es für Groß und Klein: Morgens gibt es ein großes Frühstücksbuffet. Tagsüber gibt es immer wieder Essen – süss oder deftig – beim Buffet. Am Abend gibt es dann ein Mehrgänge-Menü für die Großen und Buffet für die Kleinen. Hunger kann da nicht aufkommen. Da die Kleinen schneller fertig sind, können diese dann auch schon im Spielbereich – teilweise direkt im Restaurant – spielen gehen. Wenn die Kinder dann doch schon ins Bett wollen, kann man den Nachtisch auch später noch vor dem Kamin genießen und danach noch einen Cocktail geniessen.
  • Beim Frühstück oder Essen kommt dann auch das Maskottchen vorbei und tanzt mit den Kindern eine Runde den Hotelketten-Song.
  • Darüber hinaus gibt es oft ein Schwimmbad mit großem Becken und Planschbereich, teilweise mit großer Rutsche, einen Indoor-Spielplatz und auch draußen – für den Sommer – Spielmöglichkeiten, Ponyreiten. Und für die Erwachsenen gibt es dann noch einen Fitnessraum und weiteres Programm (Yoga, etc.).
  • Bollerwagen und Schlitten laden ein, auch mal eine Wanderung ausserhalb des Hotels zu machen.
  • Manche Hotels verfügten über eine Babyfon-Lösung, die direkt das eigene Handy alarmiert. Damit kann man sich dann im gesamten Gebäude frei bewegen, ohne zu befürchten, dass man keinen Babyfon-Empfang hat.
  • Im Winter gibt es dann auch noch Pakete mit Skischulkursen, oder aber der Skiverleih ist vergünstigt.
  • Wenn die Eltern selbst mal etwas Ruhe brauchen oder Skifahren gehen wollen, so können sie die Kinder in die Kinderbetreuung geben. Dort bekommen die Kinder dann auch ihr Essen und können spielen und basteln.
  • Und das Beste: Man muss sich keine Gedanken über Zusatzkosten machen. Das ist alles bereits im gebuchten Paketpreis enthalten.

Ob Indoor-Spielplatz, Badelandschaft, Spielgruppe oder die Naschecke. Die Kinder leben sich sehr schnell ein in die spannende Welt der Familenhotels und sorgen dafür, dass es auch den Eltern nicht langweilig wird. Jeden Tag wird ein etwas anderes Programm geboten, so dass man förmlich gefangen wird, von den vielen Möglichkeiten dieser Hotels.

Die positiven Seiten von Familienhotels

  • Langeweile gibt’s in den Familienhotels nicht. Es gibt sehr viel zu erleben und das Unterhaltungsprogramm ist täglich unterschiedlich.
  • Die Kinder, aber auch die Eltern kommen voll auf ihre Kosten.
  • Je nach Wunsch der Eltern kann man die Kinder auch mal betreuen lassen. Eine großzügige Anzahl an Betreuungsstunden ist meisst inklusive.

Die negativen Seiten von Familienhotels

Familienhotels lassen die tolle Ferienregion vergessen
Familienhotels lassen die tolle Ferienregion vergessen
  • Man neigt dazu, sich nur noch in dem Hotel zu bewegen. Schnell ist man im „Ferienstress“: Geht man raus und erkundet die Natur, verpasst man die tollen Möglichkeiten, das Programm und das Essen im Hotel. Bleibt man im Hotel, verpasst man komplett die eigentliche Ferienregion. Eine Lösung ist: Zumindest bei familotel kann man statt All Inklsive auch Halbpension oder Übernachtung mit Frühstück buchen. Das bietet die Möglichkeit auch längere Ausflüge zu machen und auswärts zu essen.
  • In beiden – im Winter – getesteten KinderHotels ging eine Magen-Darm-Grippe um. Und beide KinderHotels bekamen diese lokale Epidemie nicht in den Griff. Ob sich die Krankheit über das Restaurant, den Indoorspielplatz oder die Zimmer selbst weiterverbreitete ist uns unklar. So oder so traf uns, aber auch diverse andere Familien in den Hotels, die Krankheit nach einigen Tagen. Als wir das Management darauf angesprochen haben, haben wir gemerkt, was für ein schwieriges Thema dies für die Hotels ist. Letztendlich hat es uns dazu bewogen, nicht noch ein drittes Mal zu dieser Jahreszeit in diese Art von Hotel zu gehen. Dass sich dieses Problem nicht auf die KinderHotels beschränkt, berichtete uns eine befreundete Familie, die parallel zu uns ihre Skiferien in einem familotel genießen wollten und auch krank wurden.
  • Die Familenhotels bieten viel – aber sind auch richtig teuer. Da muss sich jeder überlegen, ob man bereit ist, diesen Preis zu zahlen. Sobald man mehr unterwegs ist, z.B. zum Skifahren, lohnt sich das ganze Angebot schon nicht mehr, da man viele der Leistungen gar nicht in Anspruch nehmen kann. Aber immerhin: Der angegebene Preis ist fest, da keine versteckten Zusatzkosten hinzukommen. Somit sind die Kosten für die Ferien dann sehr genau kalkulierbar.

Unser Fazit

Familienhotels sind eine tolle Erfindung. Sie ermöglichen Entspannung für die Eltern und viel Spaß für die Kids. Man wird jedoch vereinnahmt von diesen Hotels. Das kann dazu führen, das man von der Ferienregion nichts mitbekommt. Wir raten daher dazu, Familienhotels OHNE All Inclusive bzw. Vollpension zu buchen. Damit ist dann zwar das Ferienbudget nicht mehr fix. Es erleichtert aber, die Umgebung zu erforschen und damit auch die Kultur der Ferienregion kennenzulernen. Gleichzeitig kann man aber das Spiel-, Spaß – und Unterhaltungs-Programm nutzen. Auf diese Weise kommt man vielleicht ja auch darum, sich die – zumindest im Winter – umhergehenden Krankheiten einzufangen.

Ob Top oder Flop – das muss jeder für sich entscheiden.

BereichUnsere Bewertung
Gesundheit
Sicherheit
Abwechslung
für Kinder
KommentarFamilienhotels laden ein zum glücklich sein – wenn man ein paar Regeln einhält.

Die folgenden Hotels haben wir getestet:

  • Kinderhotel Buchau, Achensee (5 Smileys)
  • Familienhotel im Zillertal, Gerlos (4 Smileys)
  • familotel Feldberger Hof, Schwarzwald (5 Kronen)

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